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Presse aus 2026
„Die, die hinten waren, sind heute vorn“
Fachmärkte. Die neuen Themen beim Retailer Meeting von Hillemeyer Immobilien sind die alten – die Flächennachfrage ist gut, das Baurecht stark verbesserungsfähig. Investor Alexander Dahlke machen die hohen Neubaumieten im Fachmarktbereich Sorgen.
Sonniges Wetter, Blick auf den Möhnesee und ein Auftritt von Comedian Matse Knop mit seinem neuen Programm „Spitzenreiter“. Die 408 Teilnehmer des von Hillemeyer Immobilien veranstalteten Retailer Meetings dürften ihr Kommen nicht bereut haben. „Uwe Hillemeyer hat hier das für mich spannendste Event des Jahres auf die Beine gestellt“, lobte Alexander Dold, Vorstand von Interra Immobilien, den Branchentreff auf Linkedin. Bei der Podiumsdiskussion mit dem Titel „Fachmarkt versus Innenstadt“ wurde jedoch deutlich, dass auch in der Fachmarktbranche die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Neben dem aus Sicht der Branche unflexiblen Baurecht (siehe dazu „Wir könnten morgen 50 Hammer-Märkte vermieten“ auf dieser Seite) ist es auch die Mietentwicklung, die einigen Marktteilnehmern Sorge bereitet…
Wir könnten morgen 50 Hammer-Märkte vermieten
Baurecht. Starre Sortimentslisten sieht Uwe Hillemeyer als das größte Hindernis bei der Nachvermietung von Flächen in Fachmärkten. „Handel ist Wandel, aber die Städte haben ihre Sortimentslisten, ihre Innenstadtlisten.“ Nach 30 Jahren Fachmarktvermietung hat der Makler den Eindruck: „Städte können mit Handel nichts anfangen.“
Immobilien Zeitung: Wir erleben eine Schließungswelle im Einzelhandel. Hammer insolvent, Mäc-Geiz und Das Depot in der Eigenverwaltung. Baumärkte wie Hellweg oder Möbel Roller schließen Filialen.
Uwe Hillemeyer: Und Sie wollen jetzt wissen: Wer soll das alles mieten? Gibt es überhaupt noch jemanden, der das mietet, wenn die alle pleitegehen, richtig?
IZ: Genau. Erleben wir in den Fachmarktzentren jetzt etwas Ähnliches wie in der Innenstadt, nämlich grassierenden Leerstand?
Hillemeyer: Nein. Das wird nicht passieren. Im Fachmarktbereich haben wir gegenüber der Innenstadt den Vorteil, dass die Flächen in den letzten Jahren nicht ausgeufert sind. Wir haben ja nicht ohne Ende Genehmigungen bekommen. In der Innenstadt konnte man ja fast machen, was man wollte. Da haben vier- bis fünfgeschossige Handelsimmobilien Betreiber gefunden, die nach fünf Jahren die Grätsche gemacht haben. Jetzt stehen die Dinger alle leer. So etwas gibt es im Fachmarktbereich nicht. Wir haben genug Mieter, die alle genügend Flächen suchen. Wir haben zu wenig Flächen. Deshalb ist die Insolvenz eines Großflächenbetreibers immer eine Chance für den Markt, dass er sich weiterentwickeln kann. Nehmen wir Hammer Raumstylisten. Es gibt rund 150 Hammer-Märkte, 50 davon haben wir in der Bearbeitung. Das sind 100.000 qm Handelsfläche in Fachmärkten. Ich wüsste nicht, wo ich 100.000 qm Fachmarktfläche für neue Konzepte anderswo herholen sollte als aus solch einer Insolvenz…














































































